Forschung & Entwicklung

Arzneimittel sind niemals reine Wirkstoffe, sondern es sind Formulierungen von Wirkstoffen. Je nach Eigenschaft des Wirkstoffes, seinem Anwendungsgebiet und seiner Anwendungsweise muss eine optimierte Darreichungsform gefunden werden. Die galenische Entwicklung – hierunter versteht man die Kombination des jeweiligen Wirkstoffes mit verschiedenen Hilfsstoffen – ist eine extrem wichtige Voraussetzung für die Wirksamkeit und die Verträglichkeit eines Arzneimittels. Äußerlich unterscheidet man z.B. zwischen festen, halbfesten, flüssigen und gasförmigen Arzneiformen. Auch innerhalb dieser Gruppen existieren zahlreiche Varianten (z.B. Dragees, Filmtabletten, Weich- und Hartgelantine-Kapseln, Granulate, Zäpfchen, Salben (Öl-in-Wasser, oder Wasser-in-Öl-Emulsionen), Injektionslösungen usw.).

Die Hilfsstoffe sind ganz entscheidend für die Freisetzung des Wirkstoffes am gewünschten Wirkort. Man kann damit z. B. gezielt eine Freisetzung im Magen (saures Milieu) oder im Dünndarm (alkalisches Milieu) erreichen. Die Freisetzung kann zeitlich gesteuert werden. Bei einer verzögerten Freisetzung spricht man von einer Retardierung.

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