Pharmakoökonomie

Als Teilgebiet der Gesundheitsökonomie befasst sich die Pharmakoökonomie schwerpunktmäßig mit der ökonomischen Bewertung der vielfältigen Konsequenzen der Arzneimitteltherapie.

Während in früheren Jahrzehnten bei der Einschätzung einer Arzneimitteltherapie die Wirkung und Nebenwirkungsrate im Vordergrund standen, werden in den letzten Jahren zunehmend auch wirtschaftliche und soziologische Fragestellungen mit einbezogen. Dieser Prozess wurde getriggert durch die ständig angewachsenen Behandlungskosten im Gesundheitswesen – hervorgerufen durch modernere Therapieverfahren und die ständig steigende Lebenserwartung.

Der Nachweis der Wirtschaftlichkeit einer bestimmten Therapie hat eine zentrale Bedeutung für das jeweilige Pharmaunternehmen erlangt, da die Krankenkassen dazu übergegangen sind, aus ihrer Sicht unwirtschaftliche Therapieansätze nicht mehr zu erstatten. In pharmaökonomischen Studien werden die klinischen, finanziellen und menschlichen Folgen einer Arzneimitteltherapie untersucht, mit dem Ziel eine Therapie bezüglich ihrer Kosten und medizinischen Konsequenzen einzuschätzen. Man unterscheidet direkte Kosten, das heißt Kosten für die ärztliche Betreuung und die medikamentöse Therapie und indirekte Kosten, zu denen u.a. die erforderliche Pflegezeiten oder das Ausmaß der Arbeitsunfähigkeit zählen. Berücksichtigt werden außerdem psychosoziale Aspekte und Fragen der allgemeinen Lebensqualität.

 

Typische Positionen im Bereich Pharmakoökonomie sind:

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